Unsere Vision

Im Herbst 2016 wurde im Bürgerpark Oberföhring ein interkultureller Gemeinschaftsgarten angelegt: Der Grünstreifen. Das natürliche Umfeld der dort Ansässigen soll soziales, ökologisches und künstlerisches Engagement verbinden. Das Projekt "Grünstreifen" unterscheidet sich von urbanen Gemeinschaftsgärten zum einen durch das Engagement für Menschen mit Fluchterfahrung, zum anderen durch kulturelle Angebote. Auf diesem Gelände gibt es durch die Verbindung von künstlerischer Arbeit mit sozialem Engagement die besten Vorraussetzungen, einen „interkulturellen Garten“ interessant und spannend zu gestalten. Das Angebot reicht von Workshops zum Themenbereich ökologische Landwirtschaft bzw. Urban Gardening, über nachhaltige Ernährung bis hin zu verschiedenen Kunst- und Kulturveranstaltungen - wie zum Beispiel Zeichenkurse ,Re- und Upcyclingkunst, Performances.

 

Auszüge aus dem Vortrag „urban gardening im Kontext der Kunst in öffentlichen Räumen“ von Prof.Günter Stöber, LMU München im Projekt Grünstreifen 2017 :

 

Die Idee, Gärten in der Stadt anzulegen, ist nicht neu. Schon in den 1970er Jahren nutzte man etwa in New York Industriebrachen, Hochhaus- terrassen, Hinterhöfe und alte Parkplatzanlagen für Gartenanlagen.Wenn Kunst sich im öffentlichen Raum einmischt, sich aus dem „White Cube“ der Galerien hinauswagt, gerät sie unter den Druck der öffentlichen Einflusssphären und wird dadurch zwangsläufig gesellschaftlich relevant und dadurch in gewisser Weise auch politisch. Kunst in öffentlichen Räumen, die sich dieser Tatsache bei ihrer Realisation stellt, verändert sich deshalb oftmals auch in Richtung gesellschaftlicher Arbeit und Teilhabe. Die Werke, die jetzt geschaffen werden, äußern sich nicht nur in bloßen Artefakten, sondern greifen in das System ein, indem sie sich realisieren, in unserem Fall, die zu Zwischenräumen gewordenen öffentlichen Räume. Die Nutzung von Grünflächen, und damit auch meist von öffentlichem Raum innerhalb einer Stadt, bezeichnet der Politikwissenschaftler Ulrich Brand von der Universität Wien als "sozialen Bewegungsmelder". „Auch Gärtnern könne als Dialog gesehen werden“ (...) http://sciencev2.orf.at/stories/1739497/index.html

 

 

 

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